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Brandt - Malerei Künstler Bild
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Brandt - Malerei

 

T. R. Brandt: Malerei


Interessenkalkül und dem Einschluss ins Gegebene wie dem Jahrmarkt sich

kalmierender Eitelkeiten stehen utopische Unterernährung (ein Wort von Bloch),

kulturelle Selbstreflexion und anthropologische Potentialität als conditio humana

gegenüber. Das Konkrete ist, als individuum ineffabile, opak, wie es die Kunst

wird, nähert sie sich der Dichtigkeit des Dinglichen an. Wo dies nicht der Fall ist,

stoßen wir auf Kataloge von Signalen, die im Rezeptionsprozess als Andockstellen

mit Wiedererkennungswertigkeit fürs Verstehen figurieren. Dieses Verstehen ist

tautologisch. Zu verstehen, was wir schon wussten, gibt Befriedigung, aber falsche,

weil keinen Zuwachs. Zuwachs hat seine Wurzeln im Fremden. Nun ist der Begriff

eines Wirklichen, das sich irgendwie abbildend darstellen ließe, gar nicht

explikabel. Es soll genügen, auf die ersten Seiten von Goodmans „Sprachen der

Kunst“ zu verweisen. Je weniger sich Kunst auf die Versatzstückhaftigkeit

von Wirklichkeit einlässt, desto kryptischer erscheint ihr Sinn. Das Vorstehende

für ,Kunst‘ als Variable einzusetzen in Folgendem: Kunst sprengt Symbolsysteme —

darauf will ich hinaus.




Thematisch-motivische Bezüge meiner Bilder zielen implizit oft auf ,Romantik‘ als

Kulturepoche, die zu Unrecht (mit Absicht) historisiert wurde. Romantik aber, man

liest es in Schlegels Fragmenten, war nicht Epoche: ist Lebenseinstellung. Deren

genuin künstlerische Implikate zwecken keineswegs auf biedermeierliche

Ästhetisierung der Lebenswelt ab; sondern bilden einen Vektor, der unveraltend

die Zersplitterungskräfte des Utopischen bündelt.

Dieser Vektor zieht sich durch meine Bilder. Er zeitigt folgerichtig, markttechnisch

ungeschickte, Stil-Losigkeit. Dem Wiedererkennungswert der Repitition weiche ich

aus. „Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie“,

schrieb da Vinci. Nicht, dass ich mich damit in die Sonne der Genialität stellen

wollte. Sondern: Neben dem romantischen Nebengedanken des Fragmentarischen

in der Kunst scheint hier bereits ein Kontrastkonzept zum Neuzeit bis Moderne

beherrschenden — in der Literatur schon spätestens bei Proust und Nietzsche

destruierten — Konzept vom Ich als konstanter Größe und Werk-Herkunft vor. Das

Gegenbild ist formulierbar als jeweilen manchmal in der Produktion (,Arbeit‘ im

weitesten Sinne, wie Ludwig Hohl das Wort umprägte) als Momentaufnahme einer

immer dynamischen Konfigurierung des Vorläufigen konkreszierenden

Existenzweise.




In diesem Sinne sind meine Bilder romantisch, utopisch, existenziell und konkret.

Ich bin, im Malen, Autodidakt. Unbedarftes Kunstverständnis unterstellt

Autodidakten gern technische Defizite: eine Haltung, die sich vom

mittelalterlichen Meister-Begriff herschreibt wie andrerseits der zu Recht

gefühlten Irritationsbedrohung bürgerlicher Lebenswelten durch Kunst eine

veritable Grenze vorschreiben will: X ist zwar Künstler, aber er hat sein Handwerk

ordentlich gelernt — eine Leutseligkeit, deren Handreichung Künstler über den

Tisch tiefinnerer Angepasstheit zu ziehen beabsichtigt. Diesen Handschlag schlage

ich gerne aus. Wo Ausdruck sich zum Ich gestalten will, existieren keine technischen Mängel. In diesem Sinne: Genießen Sie meine Bilder …

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